Schluss mit kostenlos:

Google will für Google Maps seit Juli 2018 richtig Geld sehen

Seit Mitte Juli 2018 sind die Kosten für Google Maps erheblich gestiegen

Die Nachricht ist nahezu unbemerkt geblieben. Während sich die meisten Onliner noch mit den letzten Bestimmungen der DSGVO befassen, hat Google nahezu unbemerkt eine wichtige Änderung der Nutzungsbedingungen seiner Google Maps API bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um eine der am häufigsten genutzten APIs im E-Commerce.

Google Maps ist kostenpflichtig geworden

Der Mitte der 00er Jahre eingeführte Online-Kartendienst Google Maps ist in den letzten 20 Jahren zu einem extrem beliebten Service bei Websites oder Onlineshops geworden, die ihn nicht nur zur Geolokalisierung ihrer Ladengeschäfte nutzen.

Der Dienst hat die Mitbewerber (ViaMichelin, Mappy, Bing Maps, diverse OpenStreetMap-Tools) schnell hinter sich gelassen. Apple Maps ist schon in den Startlöchern … aber ob sich Googles Vorsprung noch einholen lässt, wird die Zukunft zeigen.

Kleinere Websites haben sich daran gewöhnt, bis zu einem bestimmten Limit nichts für diesen Google-Dienst zahlen zu müssen. Bisher wurden lediglich nur die großen Nutzer von Google Maps zur Kasse gebeten. Doch das wird sich ab dem 16. Juli 2018 ändern.


Was kostet in die Nutzung der Google Maps API seit dem 16. Juli 2018?

Nehmen wir zum Beispiel die Google Static Maps API. Bisher konnte ein Unternehmen bis zu 25.000 Kartendarstellungen (Aufrufe) pro Tag kostenlos nutzen. Weitere 1.000 zusätzliche API-Aufrufe wurden mit 0,50 US$ berechnet. Ein angemessener Preis, der bisher nur wenige Nutzer betraf.

Seit dem 16. Juli beträgt dieses Limit 28.000 Kartendarstellungen pro Monat. Für je 1.000 darüber hinaus gehende Aufrufe stellt Google 7,00 US$ (statt 0,50 US$) dem Websitebetreiber in Rechnung.

Websitenbetreiber, die dieses Limits überschreiten, müssen einen relativ hohen Preis für einen Service zahlen, der bis neulich noch kostenlos war. Selbst wenn Webseitenbetreiber unterhalb dieses Limits bleiben, müssen sie ihre Kreditkartendaten hinterlegen (für den Erwerb eines Schlüssels für den Zugriff auf die API), wenn sie Google Maps weiterhin verwenden möchten. Gibt der Webseitenbetreiber die geforderten Daten nicht an, wird auf seiner Seite eine Fehlermeldung anstelle der Google Karte angezeigt.

Alternativ können kleinere Webseiten (noch) den Link aus der maps.google.com-Seite kopieren und in ihren Seitenquelltext einbauen. Dazu die genannte Seite aufrufen, das Ziel eingeben, auf „teilen“ klicken und in dem pop-up auf „Karten einbetten“ gehen. Da es rechtlich ist es nicht ganz wasserdicht ist, hängt es von Deinem Temperament ab, ob Du diese einfache und schnelle Möglichkeit der Karteneinbindung auf Deiner Website nutzen möchtest oder den beschwerlichen Weg via der google maps platform nehmen möchtest.

google maps api Bellevue, Zurich
© google maps

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